Ab 18. Ein Magazin von weed.style

Design

Gefäße, Möbel, Licht und die Studios dahinter: Dinge, die man gern in die Hand nimmt und lange behält.

31 Geschichten

Weitere Geschichten

Seladon: Grün aus Eisen und Feuer

Seladons grüne Glasur entsteht aus Eisen in Ton und Glasur und einem Brand mit wenig Sauerstoff, in Longquan in China wie im Korea der Goryeo-Zeit.

Schellack: Harz einer Laus

Schellack ist das Harz einer in Indien heimischen Schildlaus. Daraus entstanden die Möbelpolitur French polish und bis in die 1950er Jahre Schallplatten.

Zinn: Gießen und Gebrauch

Zinn schmilzt bei rund 232 °C und ließ sich mit wenig Hitze gießen. Marken auf der Unterseite zeigen Stadt und Meister, und eine stabile Patina darf bleiben.

Washi: Papier aus Bast

Washi ist japanisches Handpapier aus dem Bast von Kōzo, Mitsumata und Gampi, geschöpft im bewegten Sieb. Es dient in Schiebewänden und in der Restaurierung.

Terrazzo: Stein im Guss

Terrazzo ist Marmorsplitt in Zement oder Kunstharz, gegossen und glatt geschliffen. Die Quellen verbinden seinen Ursprung mit Venedig und dem Friaul.

Patina: wie Kupfer und Messing altern

Patina auf Kupfer besteht aus Korrosionsprodukten: innen rötliches Oxid, außen grüne Kupfersalze, die erst nach Jahren erscheinen. Messing läuft anders an.

Linoleum: Leinöl, Kork, Jute

Linoleum besteht aus oxidiertem Leinöl, Kork- oder Holzmehl, Harz und Jute. Frederick Walton meldete den Bodenbelag 1863 zum Patent an.

Leinen: Flachs als Faser

Leinen wird aus den Bastfasern des Flachses gewonnen: raufen, rösten, brechen, schwingen, hecheln, spinnen, weben. Angebaut wird er vor allem in Westeuropa.

Kork: ein Material aus Rinde

Kork ist die Rinde der Korkeiche. Sie wird von Hand geschält, ohne den Baum zu fällen, und nach neun bis vierzehn Jahren erneut geerntet.

Indigo: Farbe aus Blättern

Indigo steckt nicht fertig im Blatt: Waid und Indigofera enthalten eine Vorstufe. Gefärbt wird in der Küpe, blau wird der Stoff erst an der Luft.

Filz: Wolle ohne Weben

Filz entsteht ohne Faden, Webstuhl und Klebstoff: Wärme, Feuchtigkeit und Reibung verhaken Wollfasern, deren Schuppen der Bewegung eine Richtung geben.

Emaille: Glas auf Metall

Email ist fein gemahlenes Glas, im Ofen auf Metall geschmolzen. Es splittert bei Stößen und löst sich, wenn Hitze oder Korrosion den Verbund stören.

Bakelit: Kunststoff aus dem Labor

Bakelit ist ein Phenolharz, das Leo Baekeland 1907 fand: unter Druck und Hitze gehärtet, nicht wieder schmelzbar, verbreitet in Telefonen und Schaltern.

Vom Feuerschlag zum Tischfeuerzeug

Stahl und Stein, Platinschwamm, Reibzündholz, Cer-Eisen: Wie aus Chemie und Federmechanik ein Gestaltungsobjekt wurde, das auf dem Tisch steht.

Steinzeug und die Deckeldose

Warum ein dicht gebrannter Scherben, eine Salzglasur und ein passender Deckel zusammengehören: eine Materialgeschichte aus den deutschen Steinzeug-Landschaften.

Der Aschenbecher als Designobjekt

Vom Bauhaus bis zu Studios in Wuppertal, Toulouse und Kopenhagen: acht Objekte, die zeigen, wie viel Gestaltung in einer kleinen Schale stecken kann.

Aufbewahrung, die nach Zuhause aussieht

Viele Behälter für Cannabis sehen aus, als müssten sie versteckt werden. Ein Leitfaden zu Licht, Luft und Material für Gefäße, die schützen und schön sind.

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