Terpen-RegisterNr. 08
Sabinen
Sabinen wird als holzig und würzig beschrieben; es findet sich in Schwarzem Pfeffer, Muskatnuss, Majoran und in Wacholderbeeren.
Für Sabinen haben wir nur eine Duftbeschreibung gefunden: Eine Übersichtsarbeit zu Aromastoffen in Gartenbaukulturen nennt es holzig und würzig und rechnet es zu den Terpenen, die deutlich zum Duft dieser Pflanzen beitragen.
In der Küche begegnet man ihm in den Früchten des Schwarzen Pfeffers, im Samenöl der Muskatnuss, im Majoran und im Lorbeer. Auch das Öl aus Karottensamen und die Beeren des Wacholders enthalten es, ebenso die Fichte. Im Öl des Sadebaums, einer Wacholderart, gilt es als wesentlicher Bestandteil.
Chemisch ist Sabinen ein bicyclisches Monoterpen: Sein Gerüst aus zehn Kohlenstoffatomen bildet zwei Ringe. Woher der Name kommt, erklären die von uns gelesenen Quellen nicht.
Wo man Sabinen begegnet
- Schwarzer PfefferPiper nigrumFrüchte · Quelle 4
- MuskatnussMyristica fragransSamenöl · Quelle 5
- MajoranOriganum majoranaPflanzenteil nicht genannt · Quelle 2
- LorbeerLaurus nobilisPflanzenteil nicht genannt · Quelle 2
- KarotteDaucus carotaSamenöl · Quelle 2
- WacholderJuniperus communisBeeren · Quelle 6
- SadebaumJuniperus sabinaPflanzenteil nicht genannt · Quelle 7
- FichtePicea abiesPflanzenteil nicht genannt · Quelle 2
Gehalte schwanken nach Herkunft, Anbau und Ernte; die Liste nennt, wo die Quellen den Stoff gefunden haben, nicht wie viel.
Quellen
- PubChem: Sabinene (CID 18818), Abschnitte SMILES und Molecular Formula (öffnet in neuem Tab)
- Wikipedia (en): Sabinene (öffnet in neuem Tab)
- MDPI Plants 2023, 12(9), 1748: Aroma Components in Horticultural Crops: Chemical Diversity and Usage of Metabolic Engineering for Industrial Applications, Abschnitt 3.1 (öffnet in neuem Tab)
- MDPI Molecules 2019, 24(23), 4244: Volatiles of Black Pepper Fruits (Piper nigrum L.), Abstract (öffnet in neuem Tab)
- MDPI Plants 2023, 12(9), 1741: Essential Oils and Sustainability: In Vitro Bioactivity Screening of Myristica fragrans Houtt. Post-Distillation By-Products (öffnet in neuem Tab)
- MDPI Plants 2023, 12(4), 745: Essential Oils from Apiaceae, Asteraceae, Cupressaceae and Lamiaceae Families Grown in Serbia, Abschnitt 2.2 (öffnet in neuem Tab)
- Frontiers in Natural Products 2025: Exploring the therapeutic potential of essential oils: a review of composition and influencing factors, Abschnitt 3.2.3.2 (öffnet in neuem Tab)
- Sugier et al. (2026): Essential Oils from Seed-Depleted Infructescences of Industrial Hemp: Chemical Diversity and Biological Potential. Molecules 31(16), 2886. DOI 10.3390/molecules31162886 (öffnet in neuem Tab)
- Booth, Page, Bohlmann (2017): Terpene synthases from Cannabis sativa. PLOS ONE, DOI 10.1371/journal.pone.0173911 (öffnet in neuem Tab)
- Kaur, Sun, Hill (2023): Comprehensive Profiling of Terpenes and Terpenoids in Different Cannabis Strains Using GC x GC-TOFMS. Separations 10(9), 500. DOI 10.3390/separations10090500 (öffnet in neuem Tab)
Aus den Quellen übernehmen wir nur Angaben zu Duft, Chemie und Vorkommen. Strukturformel: eigene Zeichnung nach dem SMILES-Eintrag in PubChem (Quelle 1).